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Museum am Burghof

Basler Strasse 143
D-79540 Lörrach
+49 7621 91937 0
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Miteinander im Museum:
Barrierefreiheit und adressatenbezogene, individuelle Angebote

Das Museum am Burghof reicht kein abgeschlossenes Projekt ein, sondern formuliert verschiedene Ansätze, die der Barrierefreiheit dienen und eine kontinuierliche Entwicklung von adressatenbezogenen, individuellen Angeboten für Menschen mit verschiedenen Behinderungen beinhalten.

Ausgangslage


1. Grundvoraussetzungen im Museum


Die erlebnisorientierte Dauerausstellung ExpoTriRhena
ExpoTriRhena Bild2
ExpoTriRhena widmet sich der Geschichte und Gegenwart der Drei-Länder-Region. Welche Gemeinsamkeiten verbinden die drei Länder am Rhein Deutschland, Frankreich, Schweiz? Wie kam es zur Dreiteilung des gemeinsamen Kultur- und Siedlungsraums? Wie wirken sich die Grenzen auf Politik, Wirtschaft und den Alltag der Bevölkerung aus? Durch ihren Erlebnischarakter ist sie auch besonders für Gruppen von Menschen mit einer Behinderung geeignet. Die Mitmachstationen laden alle Besucherinnen und Besuchern zum Hören, Fühlen, Riechen, Messen, Wiegen, sich Verkleiden, Puzzeln und Experimentieren ein!

s. Anhang 1: weitere Fotos von Mit-Machstationen der ExpoTriRhena >
s. Anhang 2: Protokoll Rundgang Mit-Machstationen >

2. Bisherige museumspädagogische Erfahrungen


Regelmässige Sonderführungen für Rollstuhlfahrer/-innen
Senioren10
2 bis 3 Mal im Jahr werde die Bewohner/-innen - meist Rollstuhlfahrer/-innen - des Evangelischen Altenwerks Lörrach e.V., das direkt an den Museumskomplex angrenzt, ins Museum eingeladen. Ihre eingeschränkte Mobilität und Konzentrationsfähigkeit werden berücksichtigt. Durch den ständigen Austausch mit dem Heimleiter können ihre Interesse, Bedürfnisse und Rückmeldungen beachtet werden. Jugendliche aus Berufsvorbereitungsklassen der Lörracher Gewerbeschule begleiten die Rollstuhlfahrer/-innen, was ein individuelles Betrachten ermöglicht aber auch zu lehrreichen Austauschen zwischen den mobil nicht eingeschränkten Jugendlichen und den rollstuhlfahrenden Senior/-innen führt.

s. Anhang 3: weitere Fotos Führungen mit Senioren >


Schulübergreifendes Projekt "Schüler-Kunstwerkstatt" (Dezember 2009 - Februar 2010)
Workshop12
In diesem Zeitraum entstand eine Schüler-Kunstwerkstatt im ersten Stockwerk des Museums. Vom Aufbau am 22.12.2009 bis zur Finissage am 10.02.2010 haben sich die Schüler von 8 unterschiedlichen Schulen des Landkreises Lörrach aktiv an Workshops beteiligt und eine bunte Palette von Techniken geübt: Kaltnadelradierung, Filzen, Kohlezeichnung, Linolschnitt, Malerei, um nur einige zu nennen. Ihre Kunstarbeiten konnten sie anschliessend ausstellen. Besonders war die Teilnahme der Schüler/-innen der Karl-Rolfus-Schule Herten (Schule für Geistigbehinderte) die, unter der Leitung ihrer Lehrerin und zusammen mit acht aktiven Senioren/-innen vom "Treffpunkt ab 50" Farbe, Licht und Schatten untersuchten. Die Werkstatt war für das Publikum offen und wurde als Ort für Austausch und Begegnungen unter Schülern/-innen, Lehrern/-innen und Publikum wahrgenommen.

s. Anhang 4: weitere Fotos Workshop >

Massnahmen zur Erweiterung der Barrierefreiheit


1. Bildung eines Netzwerks

mit Vertreter/-innen verschiedener Schulen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen.

Bei einem ersten Treffen im Museum am 16. April 2010 waren anwesend:
  • Herr Furtwängler, Behindertenbeirat der Stadt Lörrach
  • Herr Tritschler, J.P.Hebel-Schule Schopfheim, Schule für Lernbehinderte
  • Frau Puppel, Helen-Keller-Schule, Maulburg, Schule für Geistigbehinderte
  • Frau Engelhardt, Helen-Keller-Schule, Maulburg, Schule für Geistigbehinderte
  • Frau Kuhn, Karl-Rolfus-Schule, Rheinfelden-Herten, Schule für Geistigbehinderte
  • Frau Caroline Buffet, Museumspädagogik, Museum am Burghof
  • Herr Hansjörg Noe, Museumspädagogik, Museum am Burghof

Es wurde vereinbart, dass der Faden weiter gesponnen werden soll, das Protokoll an alle Schulen und Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen gehen soll, um so eine grössere Plattform zu schaffen.

s. Anhang 5: Protokoll Sitzung 16.04.2010 >

Drei Arbeitsrichtungen wurden bei dem Treffen am 16.04.2010 festgelegt:

2. Optimierung der räumlichen Voraussetzungen


Um die Behindertengerechtigkeit (Toilette, Aufzug, Parkplätze etc.) zu prüfen und die notwendige Verbesserungen festzulegen, sollte ein Rundgang durch das Museum mit Begleitung von Mitgliedern des Behindertenbeirats unternommen werden. Dieser fand am 3. Juni statt.

s. Anhang 6: Protokoll Rundgang 3.6.2010 >

Die vorgeschlagenen Massnahmen und ihre Machbarkeit werden zur Zeit beim zuständigen städtischen Fachbereich "Grundstücks- und Gebäudemanagement" und mit der Museumsleitung besprochen.

3. Teilnehmerbezogene Ausstellungsgestaltung


Gestützt auf den vorherigen Erfahrungen mit Sehbehinderten, mit Rollstuhlfahrer/-innen des Altersheimes sollte bei jedem neuen Ausstellungsprojekt die Ausstellungsgestaltung zukünftig Besucher/-innen mit einer Behinderung systematisch berücksichtigen. Die konkreten Massnahmen werden am Ende der Projekte evaluiert. Auf diesen Erfahrungen kann sich die Planung von weiteren Projekten stützen und qualitative, museumspädagogische "Module" für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen eingeplant werden.

Nächstes Ausstellungsprojekt "Eiszeit am Oberrhein" 23.10.2010 - 08.05.2011

Thema:
    Die Region am Oberrhein am Ende der letzten Eiszeit (um -14.000 Jahren vor heute), Menschen, Fauna, Klima.

Exponate:
    Zahlreiche Repliken werden dem Publikum zum Anfassen in die Hand gegeben. Nachbildungen von Steingeräten, Kunstgegenständen, Tierknochen und -fellen werden besonders den Besucher/-innen mit einer Behinderung das Wahrnehmen der Eiszeit erleichtern.

Ausstellungsgestaltung:
haptische Relief-Karte
    In der Mitte des Raums wird eine taktile Reliefkarte eine haptische Wahrnehmung der Region während der letzten Eiszeit erlauben: Die Gletscherplateaus, das lebensfeindliche gefrorene Gebiet unterhalb der Firnlinie, die Mammutsteppe, das Moorgebiet und die Vegetation weiter unten im breiten Rheintal werden durch aktives Ertasten erkennbar. Diese Reliefkarte wird zur Zeit entwickelt und voraussichtlich ab Mitte September in der Endproduktionsphase. Mitglieder des Behindertenbeirats testen, beraten und prüfen die Behindertengerechtigkeit.

s. Anhang 7: Plakat "Eiszeit am Oberrhein" >

4. Qualitatives museumspädagogisches Angebot für Gruppen von Besucherinnen und Besuchern mit einer Behinderung


Gestützt auf den vorherigen Erfahrungen mit Sehbehinderten, mit Rollstuhlfahrer/-innen des Altersheimes sollte zukünftig bei jedem neuen Ausstellungsprojekt ein Angebot für Schüler/-innen aus Förderschulen und Sonderschulen systematisch eingeplant werden. Partnerschaften zwischen Schüler/-innen von Regelklassen und Sonderschulklassen seien nach Aussage der Anwesenden stets möglich und auch sehr zu begrüssen. Dort stehen wohl Kooperation und Kommunikation im Vordergrund. Dies trifft die UN-Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderung, die die Weiterentwicklung der sonderpädagogischen Förderung und die gemeinsame Unterrichtung von behinderten und nicht behinderten Schüler/-innen verstärkt.

Schulübergreifendes Projekt zur Ausstellung "Eiszeit am Oberrhein" 23.10.2010 - 08.05.2011:
"Ich zeig' dir was von der Eiszeit!"
Kinder führen Kinder
    Dieser Workshop beruht auf dem fest installierten Projekt "Ich zeig' dir was!" - Kinder führen Kinder im Museum. Es wird zukünftig für jede Sonderausstellung angepasst und im museumspädagogischen Programm eingebaut. Unter Anleitung von Vermittler/-innen erarbeiten die Kinder in Kleingruppen ihre eigene Führung zu verschiedenen Themen der Eiszeitausstellung und präsentieren sich diese gegenseitig. Dabei lernen sie spezielle Präsentationsmethoden kennen, trainieren Ausdrucksvermögen und erwerben persönliche und soziale Kompetenzen.

s. Anhang 8: Konzept "Ich zeig' dir was!" >

Kontaktperson

Caroline Buffet und Hansjörg Noe
Tel:00 49 7621 91 93 715
E-Mail: c.buffet@loerrach.de

Partner und andere beteiligte Organisationen

  • Behindertenbeirat der Stadt Lörrach
  • J.P.Hebel-Schule Schopfheim (Schule für Lernbehinderte)
  • Helen-Keller-Schule, Maulburg (Schule für Geistigbehinderte)
  • Karl-Rolfus-Schule, Rheinfelden-Herten, (Schule für Geistigbehinderte)
  • Leben und Wohnen Lörrach (gemeinnützige GmbH Dienstleister für Menschen mit einer Körper- und Mehrfachbehinderung)
  • Berufsvorbereitende Einrichtung (BVE) Lörrach (geistig behinderte Jugendliche, die auf eine Tätigkeit, einen Beruf vorbereitet werden).

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